Vor Ort mit Ordnungsreferent Frank Pintsch: Die Balance in der Altstadt wiederfinden

Am 13. Oktober 2025 trafen sich Mitglieder der IG Bewohner Altstadt Augsburg mit Ordnungsreferent Frank Pintsch zu einem gemeinsamen Rundgang durch das Viertel. Vom Elias-Holl-Platz aus führte der Weg durch die Altstadt bis zum Vorderen Lech. So konnten zahlreiche Anliegen unmittelbar an den betroffenen Orten besprochen werden.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie das Zusammenleben in der Altstadt wieder in eine tragfähige Balance gebracht werden kann. Eine lebendige Innenstadt und die Lebensqualität der Menschen, die hier dauerhaft wohnen, dürfen keine Gegensätze sein.

Wir sprachen insbesondere über Lärm durch Gastronomie, Veranstaltungen und Straßenkünstler, die zunehmende Inanspruchnahme öffentlicher Flächen, den Liefer- und Schwerlastverkehr in den engen Gassen sowie Verschmutzungen, Sachbeschädigungen und das Sicherheitsgefühl im Wohnumfeld. Auch die weitere Entwicklung gastronomischer Nutzungen und der Erhalt der Altstadt als Wohnviertel waren wichtige Themen.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Zusammenarbeit zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern und den verschiedenen Stellen der Stadtverwaltung. Maßnahmen, die das unmittelbare Wohnumfeld verändern, sollten frühzeitig und transparent kommuniziert werden. Als Beispiel nannten wir die ohne vorherige Abstimmung aufgestellten Sitzbänke am Vorderen Lech und die zunächst über Wochen unklare Zuständigkeit innerhalb der Verwaltung.

Darüber hinaus erläuterten wir, weshalb schrittweise Nutzungsänderungen und die zunehmende touristische Nutzung von Wohnungen bei vielen Menschen im Viertel Sorgen auslösen. Die Erfahrungen der Anwohnerschaft sollten deshalb frühzeitig in Entscheidungen einfließen und nicht erst dann berücksichtigt werden, wenn bereits Konflikte entstanden sind.

Frank Pintsch zeigte Verständnis für die geschilderten Anliegen und kündigte an, die unterschiedlichen Themen innerhalb der Stadtverwaltung aufzubereiten und die weitere Abstimmung mit den zuständigen Stellen zu unterstützen. Als gemeinsames Leitbild nahm er ausdrücklich den Begriff der Balance aus dem Gespräch mit.

Wir bedanken uns für den offenen Austausch und die Bereitschaft, die Situation unmittelbar vor Ort kennenzulernen. Der Kontakt soll fortgeführt werden; ein weiteres persönliches Treffen wurde spätestens für das Frühjahr 2026 vereinbart. Unser Entwicklungskatalog bildet dabei weiterhin eine Grundlage für den Dialog über eine lebenswerte und dauerhaft bewohnbare Altstadt.

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert